Blüten, Blätter und Kräuter sammeln, trocknen und richtig lagern

Beim Sammeln, Trocknen und Lagern von Kräutern wollen wir soviel Pflanzenenergie bewahren wie möglich. Ihre Heilkräfte verdient all unsere Bewunderung und Dankbarkeit.

Hier überall kannst Du Deine Räucherkräuter finden

Wenn Du einen eigenen Garten besitzt, kannst Du gleich mal schauen, was dort alles so Grünes und Essbares wächst. Interessant ist, dass viele Menschen davon überzeugt sind, dass Pflanzen, die unser Körper braucht, irgendwie von selbst in unseren Garten kommen. Und diese scheinen dann auch die stärksten Heilkräfte zu besitzen.

Ansonsten lassen sich viele Pflanzen ganz problemlos ansiedeln. Vögel und Insekten werden es Dir danken, wenn Du viele heimische Kräuter, Sträucher und Bäume in Deinem Garten pflanzt. Im Laufe des Jahres wirst Du dann mit frischen Knospen, Blättern, Blüten, Beeren und Mark für Deine Räucherschale und Wildkräuterküche versorgt werden.

Wenn Du in einer Wohnung ohne Balkon lebst, dann nimm Dir einfach einen Korb, eine gute Gartenschere (oder wie früher eine goldene Sichel :-) ) und mach Dich auf zu einen Spaziergang. Viele nahe gelegene Bäche, Wälder, Wiesen und auch Parks schenken Dir die verschiedensten Räucherkräuter.

Wir haben übrigens vor einiger Zeit eine kleine Pflück-Fibel zusammengestellt, damit Du genau schauen kannst, was man beim Sammeln so alles beachten sollte: https://www.puja-incense.com/pfluecken-sammeln-kraeutern-heilpflanzen/

Und so trockne ich meine gesammelten Kräuterschätze

Das handgepflückte Erntegut sollte schonend und so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden. Um Pflanzen über einen längeren Zeitraum haltbar zu machen, trocknet man sie. Der beste Platz zum Trocknen ist ein luftiger, aber warmer Ort im Schatten.

Kräuter trocknen

In der prallen Sonne verlieren Heilpflanzen schnell die kostbaren ätherische Öle. Als die Dachböden noch nicht ausgebaut und isoliert waren, boten sie die perfekten Tockenplätze für Kräuter. Heutzutage muss man sich meist anders behelfen. Ich nutze z.B. immer unsere überdachte Sitzfläche in unserem Garten.

Achte immer darauf, dass Dein Erntegut gut vor Witterungseinflüssen geschützt ist. Allerdings ist eine gute Belüftung wichtig. Ab und zu kann man auch die Pflanzenteile vorsichtig wenden.

Triebspitzen und Kräuterstängel lassen sich leicht bündeln und kopfüber hängend trocknen. Ebenfalls an der Luft trocknet man Blätter und Blüten. Dafür breitet man sie am besten dünn in einer lockeren Schicht auf Sieben, Gittern oder Papier aus.

Gibt es eine längere Regenperiode, kann man die Pflanzen auch mit künstlichen Wärmequellen auf dem Dörrapparat oder im Backofen (bei offener Türe!) trocknen. Dabei ist zu beachten, dass Kräuter mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen nicht über 35 C erhitzt werden dürfen, alle anderen nicht über 60 C. Ich persönlich bin aber mehr für die natürliche Trocknung. Da kann ich den Trocknungsverlauf schön beobachten und verschwende keine elektrische Energie.

Feine Wurzeln, wie die vom Baldrian, werden vor dem Trocknen sorgfältig gewaschen und gekämmt, um sie von Erd-Resten zu befreien. Größere Wurzeln und Früchte werden schon vor dem Trocknen zerteilt, zerkleinert oder in Scheiben geschnitten. Dann kann man sie auf eine Schnur hängen, auffädeln oder auf Papier ausbreiten.

Tipps für die beste Lagerung Deiner Kräuter

Wenn alle handverlesenen Pflanzenteile „raschel-trocken“ sind, können sie sorgfältig abgefüllt werden. Dunkle, gut verschließbare Gläser, Baumwoll- und Leinensäckchen oder auch Metalldosen eignen sich am besten zur Aufbewahrung. Diese wiederum sollten an einen trockenen und dunklen Ort gestellt werden. Größere Mengen kann man auch gut in Kartonagen lagern.

Kräuter und Blätter aufbewahren

Wenn Du Dich nach dem Mond richten möchtest, dann achte darauf, dass Du die Kräuter bei abnehmenden Mond abfüllst. So bleiben die Inhaltsstoffe länger erhalten. Mehr Infos zum Räuchern in den Mondphasen findest Du übrigens hier: https://www.puja-incense.com/raeuchern-in-den-mondphasen/

Zu guter Letzt beschrifte Deine Kräuter und schreibe das Ernte- und Abfülldatum dazu. Denn nach einem Jahr sollte Dein Sammelgut durch Frisches ersetzt werden, da die Heilkräfte der Kräuter nachlassen.

Jetzt wünsche ich Dir viel Freude bei Deinen Sammel- und Trockenaktionen sowie viele wunderschöne Räuchermomente!

Die Brennnessel: „Das wunderbarste Unkraut!“

Das gesündeste Wildgemüse!“ – „Die Königin der Heilpflanzen!“ – „Eine Pflanze wie pures Gold“ So lobt man die Brennnessel seit dem Tag, an dem sich der erste Mensch daran gebrannt hat. Vor allem viele Gärtner wollen jedoch das „lästige Unkraut“ loswerden…

Spannend ist, dass die Brennnessel zwar fast überall wächst, jedoch die Nähe des Menschen bevorzugt. Geradeso als wollte sie uns damit zeigen, wie wertvoll sie für uns ist.

Wie ernte ich das brennende Kraut? Und wo finde ich es?

Am besten zieht man dicke, ledrige Gartenhandschuhe an. Wer sich aber traut, kann sie auch mit der bloßen Hand pflücken. Dabei nimmt man die Blätter, indem man sie von unten nach oben streicht!

Empfehlenswert sind beim Pflücken lange Hosen und feste Schuhe. Falls man sich doch verbrennt, kann man das Brennen mit Aloe Vera lindern. Von der großen oder kleinen Brennnessel verwendet man vor allem die jungen Blätter und die Wurzel. Essbar sind alle Pflanzenteile. Die Erntezeit fängt im April an und kann bis in den November hineinreichen. Das hängt ganz vom Frost ab.

Brennnessel zum Räuchern

Zum Räuchern trocknest Du die Blättchen und Wurzeln. Anschließend zerreibst Du die Blätter und mahlst die Wurzeln zu einem Pulver. Dann lege sie auf ein Räucherstövchen oder auf eine durchgeglühte Kohle. Beim Verräuchern dieser Pflanzenteile verströmt die Brennnessel einen angenehmen, würzigen Duft. Mit ihrem wehrhaften Wesen steht die Brennnessel für Willenskraft. Sie wirkt schützend, klärend, reinigend, aufbauend, stärkend und erdend.

In der Waldpurgisnacht, vom 30.-April auf den 1. Mai, wird das Haus und der Hof mit Brennnessel ausgeräuchert. Man sagt, dass dies vor Blitz, Feuer und auch vor Hexen und Teufeln schützen soll :-)!

Brennnessel Tee

Die Königin der Heilpflanzen

Die außerordentliche Wurzel- und Blätterkraft der Brennnessel machen sie, wie oben schon erwähnt, zu einer sehr wichtigen Heilpflanze. Ihr Kraut reinigt das Blut und regt den Stoffwechsel an. Sie wird bei Blutarmut, Gelenk- und Muskelrheuma, Gicht, Ischias, Haarausfall sowie Hautleiden angewandt.

Brennnesseltee bringt im Frühjahr Körper und Geist in Schwung. Hierfür kann man alle Pflanzenteile frisch oder getrocknet verwenden. Der Tee regt auch Nierenfunktion an, wirkt harntreibend und entgiftend. Außerdem hilft Brennnessel bei Magen-, Leber- und Darmbeschwerden.

Wirft man die Blätter in ein heißes Bad, nimmt der Schnupfen Reißaus!

Das gesündeste Wildgemüse

Die jungen Brennnesselblätter schmecken würzig und leicht säuerlich. Brennnesselspinat aus den jungen Blättern ist eine Köstlichkeit für jeden Mittagstisch. Dazu dünstet man die Blätter zusammen mit Butter, Zwiebelchen und Muskat. Mit etwas Wasser aufgießen, 20 Minuten erhitzen, salzen und leicht pürieren. Fertig ist die nährstoffreiche Speise!

Die vitaminreichen Samen schmecken nussig und brennen nicht. Man kann sie also als kleinen Snack direkt im Garten verzehren!

Tipp: Brennnessel gegen Blattläuse

Eine Brennnesseljauche auf Pflanzen gesprüht hilft gegen Blattläuse. Dafür braucht man die Pflanzenteile der Brennnessel nur grob mit einer Schere zerschnitten in einen Eimer Wasser geben. Während der nächsten 12-24 Stunden regelmäßig Umrühren. Fertig!

Echt cool, oder? Und so wird aus einem lästigen Unkraut pures Gold!!

PS: Fall Du dich auch gefragt hast, ob die Taubnessel eine Schwester der Brennnessel ist, muss ich Dich enttäuschen. Ebenso wie die Brennnessel ist sie zwar eine unglaublich tolle Heilpflanze, miteinander verwandt sind sie allerdings nicht.

Bärlauch Saison: Eine Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze macht auf sich aufmerksam

Was duftet da so stark im Wald? Es sind die ersten grünen Blätter, die saftig aus dem Waldboden sprießen: der Bärlauch ist da! Das Wildkraut riecht leicht nach Knoblauch und ist super gesund. Ich möchte sogar behaupten, dass er DAS Kraut für die natürliche Stärkung des Immunsystems ist!

Aus Bärenlauch wird Bärlauch

Bärenlauch, so nannte das germanische Volk die Frühlingsspeise der mächtigen Bären. Der Bär mit seiner Stärke und enormen Kraft war das Seelentier bei den Germanen. So wie der Bär, aßen sie im Frühjahr von dem Wildkraut um durch seine Kraft unbesiegbar zu werden.

Bärlauch zum Räuchern

Eine Schutz-Räucherung mit Bärlauch vertreibt böse Geister und Energien sowie Angriffe aller Art. Da er ebenso bei Krankheiten seine Anwendung findet, ist er auch für reinigende Heilräucherungen geeignet. Bärlauch schützt, schenkt uns Kraft, Stärke und Durchsetzungsvermögen. Er ist deshalb gerade bei Frühlingsritualen eine tolle Räucherpflanze. Beim Verräuchern verströmt der Bärlauch einen einzigartigen und besonderen Duft.

Pflück mich!

Um seine antiviralen Wirkstoffe zu erhalten, solltest Du Ihn auf alle Fälle vor der Blütezeit pflücken. Danach verliert er sowohl an Heilkraft, als auch seinen Geschmack. Doch achte beim Sammeln darauf, dass Du Bärlauch und keine giftigen Maiglöckchen sammelst. Wenn Du die Bärlauch-Blätter zwischen Deinen Fingern zerreibst, wirst Du einen Knoblauchgeruch wahrnehmen. Diesen hat das Maiglöckchen nicht. Nimm pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter mit, damit sie sich wieder regenerieren kann. Benütze beim Sammeln am besten eine Schere und reiße die Blätter nicht aus. Natürlich nimmst Du nur so viel Bärlauch mit, wie Du tatsächlich benötigst und verarbeiten möchtest. Sammeln von Bärlauch in Naturschutzgebieten ist übrigens verboten.

Die Fähigkeiten des Bärlauchs wurden in vielen Studien bewiesen. Hier z.B. ein Auszug aus einem Artikel veröffentlicht im Blog des „Heart of Joy“-Café’s:

„… Bärlauch (Allium ursinum) und Knoblauch (Allium sativum), hemmen alle getesteten Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten.

Klar wird durch die Universitäts-Studie auch: Man muss die Zwiebelgewächse nicht in Kapseln packen. Knoblauch und Bärlauch wirken auch frisch. Durch längeres Erhitzen verflüchtigen oder verändern sich einige der gegen Mikroorganismen wirksamen Bestandteile. Aber in Verbindung mit Öl bilden sich aus dem gegen Viren wirksamen Hauptwirkstoff Allicin, sogenannte Ajoene, die im Reagenzglas noch aggressiver gegen die untersuchten Viren vorgingen als Allicin […]

Um die Immunabwehr stärkende Potenz zu erhalten, ergeben sich folglich zwei Möglichkeiten: Zwiebelgewächse am besten entweder kleingehackt mit dem Salat vermengen oder kurz vor dem Ende des Kochvorgang ins mit Fett benetzte Essen rühren – zumindest einen Teil des Kleingehackten. In pandemischen Zeiten unterstützt dies zudem geruchsempfindliche Personen dabei, den Mindestabstand von 1,50 m zu wahren.

Ajoene lassen sich erzeugen, indem man ein Bärlauch- oder Knoblauchöl zubereitet. Einfach Olivenöl, mit Salz, Bärlauch oder Knoblauch in einem Mixer geben und das Ganze fein pürieren. Das macht besonders bei den grünen Blättern des Bärlauchs Sinn, die nur etwa 3 Monate lang das Licht der Welt erblicken. Empfehlenswert ist, die Blätter vor der Blüte zu ernten, weil sie dann am besten schmecken. Das Bärlauchöl im verschlossenen Glas hält im Kühlschrank viele Monate.“

Den kompletten Artikel kannst Du hier lesen: www.heartofjoy.at/mit-knoblauch-kurkuma-co-gegen-den-coronavirus/

Also dann, nichts wie los ins Bärlauch-Schlaraffenland :-)

Der Spitzwegerich und seine 2 Brüder

Vor einiger Zeit habe ich ein Märchen von den drei Wegerich-Brüdern gelesen. Heute erzähle ich Euch den Beginn daraus.

Am Wegrand lebten drei grüne Brüder. Alle drei hatten den Wortstamm „Erich“ in ihrem Namen – so etwas kommt bei Geschwistern häufiger vor. Einer war rank und schlank, der andere eher behäbig und der dritte galt als etwas schüchtern, war aber der Schönling unter den Brüdern.

Lange Zeit kamen die drei Erich-Brüder gut miteinander aus. Doch hin und wieder waren sie unterschiedlicher Meinung. Das kennt man ja von Geschwistern. Erich, der Spitze, hatte sich in den Kopf gesetzt, es zu etwas Höherem zu bringen. Erich der Breitere, genoss eher sein eintöniges Leben, indem er flach auf dem Boden lag. Erich der Mittlere war in sich gekehrt und träumte davon, geliebt zu werden.

Erich der Spitze wird als Heilpflanze verehrt. Wir benutzen seine Lanzettenblätter. Von Erich dem Breiten nehmen wir die walzenförmigen Fruchtstände. Erich der Mittlere schenkt uns seine Blütenstängel.

Alle drei Brüder sind sehr robust. Wenn Du auf sie drauf trittst, dann stehen sie gleich wieder auf.

Spitzwegerich in der Küche

Spitzwegerich TeichFrische Spitzwegerich-Blätter sind sehr vielseitig in der Küche einsetzbar. Im Frühling sind die Blätter besonders weich, und schmecken daher besonders gut im Salat. Allerdings sollte man sie fein schneiden oder hacken, damit die Blattnerven nicht als unangenehme Stränge zwischen die Zähne geraten.

Im späten Frühling schieben sich aus den Blattbüscheln kantige Blütenstiele nach oben, mit eiwalzen- oder kegelförmigen Blütenständen. Solange diese geschlossen sind, kann man sie roh knabbern, kurz braten oder dünsten. Sie schmecken wie Pilze. Die Samen der Blüte bringt die Verdauung in Schwung. Sie sind eine heimische Alternative für Flohsamen.

Das Naturpflaster

Durch das Zerquetschen und Zerreiben der Blätter des Spitzwegerichs gewinnt man einen Saft, der Juckreiz stillt und Entzündungen lindert. Da man ihn auf allen Wegen findet, hat man immer ein natürliches Mittel gegen Insektenstiche parat.

Als Ultra-Läuferin weiß ich den Wegerich besonders zu schätzen. Den Breit- oder Spitzwegerich wie ein Pflaster auf anfällige Fußstellen gelegt, verhindert das Entstehen von Blasen. Dazu einfach die Blätter glatt-walken und mit der Blattoberseite auf die betroffene Stelle legen. Das ist absolut genial! Ich bin tagelang mit Spitzwegerich auf meinen Füßen gelaufen und habe nie eine Blase an den vorsorglich geschützten diesen Stellen bekommen! Auch für Bergsteiger oder Wanderer, die sich viele Stunden die Füße wund laufen, ist der Wegerich, der Herrscher des Weges, ein fantastisches Geschenk der Natur. Das Wiesenpflaster hilft außerdem gegen Schwellungen, Schürfwunden und Verbrennungen.

Die blass-lila Blüten des mittleren Wegerichs werden besonders gern von Hummeln besucht. Er sollte gehütet werden, wie ein Schatz. Da er Magerwiesen als Lebensraum bevorzugt, ist er der seltenste Wegerich.

Kann man die 3 Brüder auch verräuchern?

Tja, das Räuchern mit Wegerich ist relativ unbekannt. Die Räucherkunde schenkt ihm nur wenig Beachtung. Völlig zu Unrecht, weil seine Eigenschaften erdend, heilend, abwehrend, schützend und auch stärkend bei einer Räucherung sind. Eine Spitzwegerich-Räucherung heilt unseren seelischen Kummer und Schmerz und holt uns aus einer tiefen Trauer.

Bei einer Räucherung mit Spitzwegerich sollte das Fenster immer ein bisschen geöffnet sein, weil der Rauch sehr beißend ist und stark verbrannt riecht. Der Rauch bleibt recht lange in den Räumen. Deshalb galt eine Spitzwegerich-Räucherung auch in früheren Zeiten als ein starkes Abwehrmittel gegen allerlei angezauberter Hexerei.

Spitzwegerich kann fast das ganze Jahr über gesammelt werden. Er wird locker geschichtet getrocknet. Wenn Du Dir ein heilendes Räucherwerk selber mischen möchtest, kannst Du Spitzwegerich zusammen mit Huflattichblüten, Königskerzenblätter und Fichtenharz vermengen. Alle Räuchersubstanzen werden dabei vor einer Räucherung getrocknet und zerkleinert. Zum Räuchern können die Wurzel, Blüten sowie Blätter genommen werden.

 

Weitere Infos findest Du hier:

Die kleine Fibel zum Pflücken von Kräutern & Heilpflanzen

Beim Pflücken und Sammeln von Kräutern heißt es achtsam zu sein. Mit dieser kleinen Pflückanleitung erfährst Du wie es geht.

Löwenzahn – Darf es auch mal bitter sein?

Es ist Sonntag Mittag – Zeit, etwas zu kochen. Ich mache meinen Kühlschrank auf und stelle fest, dass kein Salat mehr da ist. Hab‘ aber doch so Lust auf etwas Frisches. Na gut, ich gehe runter und schaue mich in unserem Garten um. Mein Blick fällt sofort auf eine gelbe Pflanze: Logisch! Löwenzahn! Löwenzahn zusammen mit ein paar Gänseblümchen. Die perfekte Kombi für einen Wildkräutersalat :-).

Irgendwo im Hinterkopf weiß ich, dass der Löwenzahn super gesund ist. Während ich dann so vor meinem leckeren Gartensalat sitze, hole ich noch schnell ein paar Kräuterbücher und lese nach. Spannend, was den Löwenzahn so besonders macht.

Als erstes schon mal ist diese vitamin- und mineralstoffreiche Pflanze ein regionales Superfood. Superfood heißt für mich: ab in den Green Smoothie! Der Löwenzahn hat viele gesunde Bitterstoffe, Vitamin C, Vitamin A und einen hohen Gehalt an Magnesium, Kalium und Phosphor. Eine perfekte Pflanze, die uns hilft, unsere Abwehrkräfte zu steigern.

Traditionell wird er als Heilmittel bei Leberbeschwerden verwendet. Frauen benutzen ihn bei ihren Regelschmerzen, da er krampflösende Eigenschaften hat. Er hat eine blutbildende und blutreinigende Wirkung und verbessert die Eisenaufnahme. Bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung ist das heute ein großes Thema!

Die reife Pflanze nennen wir Pusteblume. Da werden wir doch alle jedes Jahr erneut zu Kindern. Wir pusten die Flugschirmchen in alle Richtungen. Ist das nicht genial? Der Löwenzahn braucht also nur ein bisschen Wind und schon kann er sich von ganz alleine vermehren.

Als Räucherstoff nimmt man die zerkleinerte Wurzel. Die Wurzel gräbt man im Herbst aus und reinigt sie. Dann zerschneidet man sie der Länge nach und fädelt sie auf einen Faden. Die aufgefädelte Wurzel wird jetzt zum Trocknen an einen trockenen, gleichzeitig aber auch luftigen Ort aufgehängt. Der Duft beim Verräuchern ist krautig-herb. Die Wurzel dieser Sonnenpflanze wirkt stärkend und stark schützend. Sie ist ein richtiger Atmosphärenreiniger und duldet keine negativen Energien.

Nach dem Mittagessen spaziere ich noch rüber zum Bach. Ich versuche ein bisschen in die Stille zu Tauchen. Mein Blick geht nach links auf die Wiese am Bachufer. Und siehe da: Die Wiese ist nun ein Beet voller Löwenzahn! Und die Bienen summen nur so herum. Die Blüten scheinen sie magisch anzuziehen. Nektar im Überfluss!! Ach, gesegnet ist doch unser Löwenzahn!!!

Und hier noch 2 ganz einfache kleine, super-schnelle Rezepte für Dich:

Gänseblümchen-Löwenzahn-Salat:

  • eine Handvoll Gänseblümchen-Blüten
  • eine Handvoll Löwenzahn-Blätter
  • Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • etwas Zucker oder Agavensirup
  • angebratene Kürbiskerne

Löwenzahn-Tee:

Einige getrocknete Löwenzahn-Blätter und -Blüten (diese sollen beim Pflücken sehr frisch und gelb sein) mit heißem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.

Da der Löwenzahn wirklich überall wächst, acht darauf, dass Du eine saubere Stelle findest, wo Du ihn pflückst!

 

Weitere Informationen findest Du hier:

 

Katzenminze – ein Wunderkraut und seine Wirkung

Eines Tages fiel uns das Kraut „Katzenminze“ in die Hände. Wir wollten sofort herausfinden was es mit diesem Kraut auf sich hat, wofür es gut ist und ob es tatsächlich etwas mit Katzen zu tun hat.

Wir schütteten eine Handvoll Katzenminze in ein Holzschälchen und ließen die Miezi dran schnuppern. Was für eine euphorische Reaktion wir nun miterleben durften siehst Du in diesem Video!

Also, kommt der Name Katzenminze tatsächlich von den Katzen, die zum größten Teil wie magisch von dem minzeartigen Kraut angezogen werden (Scheinbar gilt das nicht für alle Katzen).

Katzenminze in der Heilkunde

In der Heilkunde wird Katzenminze schon seit langer Zeit als Beruhigungstee verwendet. Das Kraut wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entgiftend, aber auch bedingt harntreibend und menstruationsfördernd. Der Tee wird ebenso gegen Bronchitis und zur Anregung des Appetits getrunken.

Interessant ist auch, dass man Katzenminze gegen Ungeziefer anpflanzen kann. Wenn man Katzenminze neben weniger widerstandsfähigen Pflanzen wie Rosen oder Petersilie setzt, schützt sie diese vor Schädlingen wie Blattläuse. Das Kraut enthält natürliche ätherische Öle, die auch Ameisen und Mücken fernhalten. Diese empfinden den Geruch als sehr abstoßend. Leider gilt dies nicht für die lästigen Schnecken. Die bleiben völlig unbeeindruckt.

Katzenminze als Räucherwerk

Wir recherchierten weiter und fanden schnell heraus, dass man Katzenminze auch räuchern kann. Bislang ist Katzenminze ein eher unbekannter Räucherstoff.
Die Wirkung beim Räuchern entspricht der Anwendung in Tees. Das Kraut wirkt entspannend und beruhigend – vor allem bei krampfhafter Anspannung und Ängstlichkeit. Es wirkt ebenfalls schmerzlindernd. Nach der Räucherung fühlt man sich wohl und erfrischt.

Katzenminze eignet sich sehr schön zum sanften Räuchern auf einem Sieb eines Teelichtstövchens. Um ein noch intensiveres Räuchererlebnis zu erhalten, kann man das Kraut auch gut mit Dammar oder Benzoe mischen und gemeinsam verräuchern.

Die spirituelle Bedeutung

Schaut man sich die spirituelle Komponente an, dann steht die Katzenminze für die Stärkung des „ICH’s“ und des Selbstbewusstseins. Es hilft eigene Bedürfnisse von Erwartungen anderer zu unterscheiden und eine gute Beziehung zustande zu bringen.

Katzenminze gilt als weibliches Kraut und wird mit der Kraft des Planeten Venus und des Wassers assoziiert.

Demnach, für uns definitiv ein potentielles Räucherwerk! Mit einen erfrischenden, minzartigen Duft.

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Quellen:
Photo von Rainer Stropek, veröffentlicht unter der CC Creative Commons Lizenz 2.0, unverändert übernommen. https://www.flickr.com/photos/rainerstropek/8750388540