Die Fülle des Sommers

Grüß Dich!

Ist das nicht herrlich?

Die Sonne, die schon darauf wartet, dass ich meine Äuglein öffne;
Der traumhafte, unverwechselbare Sommerduft, der früh morgens durch meine weit geöffneten Fenster hereingetanzt kommt;
Die süßen Beeren, die beim Frühstück vernascht werden dürfen;
Das Barfußgehen im Garten, bei dem meine Füße eine fantastische kleine Massage vom saftigen Gras bekommen.

Ja, es ist HOCHSOMMER :-)

Er umhüllt uns mit seiner unglaublichen Stärke und Fülle!

Die Sommerzeit, mit ihrer intensiven Energie, ist auch eine wichtige Räucherkräuter-Sammel-Zeit. Sie lädt dazu ein, mutig und kraftvoll etwas zu beenden, dessen Zeit reif ist. Die Pflanzen werden geschnitten, wenn sie an ihrem Höhepunkt und in größter Farbenpracht stehen.

Kräuterbuschen

Am 31. Juli / 1. August ist die Feier des Schnitterfestes. Das Getreide wird geerntet und das Korn eingebracht. Es ist das Fest des Brotes aus dem ersten frischen Getreide. Traditionell diente das Fest als Kraft und Motivation spendendes Ritual inmitten der anstrengenden Erntezeit.

Bei den Christen wurde dieses Segensfest mit dem Fest der Aufnahme Marias in den Himmel verbunden: Maria Himmelfahrt. Vor allem in Bayern ist an diesem Tag der Brauch der Kräuterweihe noch sehr lebendig.

Der folgende Monat bis Mitte September steht unter dem Schutz der Gottesmutter. Eine Legende schreibt, dass rund um Maria’s Grabstätte eine Vielfalt an Blumen und Kräutern blühten, die sie zu ihrer Lebenszeit geliebt hatte. In diesen Kräutern begegnet uns die göttliche Gegenwart in ihrer mütterlichen, fürsorglichen, heilenden und schützenden Form.

Deshalb werden diese gesegneten Marien-Kräuter in einem andächtigen Bewusstsein gesammelt und aufbewahrt. Zusammengebunden als Kräuterbuschen, hängt man sie im Herrgottswinkel auf oder legt sie unter’s Kopfkissen. Man kann sie auch als kleinen Bund um den Hals tragen. Ihre heilenden Kräfte sollen uns gegen Krankheiten, Verwünschungen und falschen Illusionen beschützen.

Als Marienkerze ist die vielseitige Königskerze meistens der Mittelpunkt eines solchen Kräuterbuschen, um den sich die anderen Heilkräuter gruppieren. Man kann einen kleinen Strauß aus 7 Kräutern binden, wobei die 7 für die sieben Tage der Schöpfung stehen. Oder gestaltet einen riesig großen Buschen aus den unterschiedlichsten Kräutern.

Hier ein kleines Kräuterlexikon für Mariä Himmelfahrt:

Die 7 „Hauptkräuter“:
Königskerze
Kamille
Johanniskraut
Salbei
Spitzwegerich
Wermut
Arnika

Birke
Ziergras
Eiche
Holunder
Blaubeere
Buche
Kastanie
Weizen
Zinnkraut
Farn
Klee
Pfingstrose
Rosen
Mais
Brombeere

Ringelblume
Hagebutte
Frauenmantel
Heckenrose
Pfefferminze
Gerstenähren
Lavendel
Vogelbeere
Goldrute
Linde
Schafgarbe
Breitwegerich
Wiesen-Sauerampfer
Wilder Thymian
Melisse

Lavendel

Die Kräuterbuschen werden gewöhnlich lockerer gesteckt als Räucherbündel. Sie werden, nachdem sie vollständig getrocknet sind, zerkleinert und dann, vor allem in den Wintermonaten zu den Rauhnächten, als Räucherkräuter verwendet.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Feiertag und am Abend ein paar Sommer-Sternschnuppen 😊
Deine Tirtha

 

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Quellen:
Buch: Räuchern zu heiligen Zeiten von Hannelore Kleiß
Buch: Heilsames Räuchern mit Wildpflanzen von Adolfine Nitschke

Eine emporlodernde Flamme

Hallo,

in der Natur verbergen sich sooo viele Geheimnisse. Hunderte von Pflanzen tragen wertvollste Eigenschaften in sich. Die Königskerze, zum Beispiel, trägt einen so edlen Namen. Sie ist eine hochgewachsene, stattlich majestätische Pflanze und doch finden wir sie oft auf armen und kargen Böden.

Königskerze im Garten

Die Königskerze, auch Marienkerze, ist an Bahndämmen, Wegrändern und Böschungen zu Hause. Sie liebt sonnige Plätze und steht deshalb für die Feuerkraft der Sonne und für das innere Licht.

„Du, Königskerze,
richtest uns auf und
erfüllst uns mit der
Kraft der Sonne.“

Sie wird tatsächlich auch „emporlodernde Flamme“ genannt. Da entsteht für mich eine wunderschöne Verknüpfung mit dem inneren Licht. Dem Licht, welches in der Meditation in unserem eigenen Herzen nach oben steigt. Die Königskerze lässt uns auf unsere innere Stimme hören. Welch‘ gesegnete Pflanze!!

Und warum wächst sie ausgerechnet an Bahndämmen? Man sagt, die Königskerze reinigt und entspannt negative Strahlungen und Energien.

Die hellgelben, zarten Blütenblätter der Königskerze blühen von Juni bis August. Ihr Duft erinnert uns an die Rose.

Für einen Tee erntet man die feinen Blütenblätter. Dies sollte in den Morgenstunden geschehen, da sie ab mittags müde werden. Wenn man sie nach der Ernte schnell im Backofen trocknet, bleibt ihre schöne Farbe erhalten. Anschließend sollte man sie dann luftdicht lagern, sonst verderben sie schnell.

Königskerzentee wirkt beruhigend auf gereizte Schleimhäute. Man trinkt ihn bei Bronchitis, Reizhusten und Heiserkeit. Also auch ideal für Sänger und Redner geeignet! Den süßlichen Geschmack mögen auch Kinder besonders gerne.

Zum Räuchern nimmt man die ganze Pflanze. Sie wirkt unterstützend zur Heilung von lungenkranken Menschen und stimmungsaufhellend. Es entwickelt sich ein warmer, honig-artiger leichter Duft.

Bei aufziehendem Unwetter nimmt eine Räucherung die Spannung aus der Luft. Auch bei emotionalen Unstimmigkeiten besänftigt sie die erhitzten Gemüter.

So, und jetzt habe ich noch eine kleine Anleitung für ein Königskerzen-Öl für Dich:
Dazu brauchst Du 30 g frische Königskerzenblüten und 250 ml Olivenöl. Fülle die Blüten in ein Glas und übergieße sie mit dem Öl. Verschließe das Glas mit einem dünnen Tuch und stelle es für 10 Tage an einen sonnigen Ort. Danach kannst Du das Öl abfiltern und in dunkle Fläschchen füllen.

Das Öl wirkt bei kleinen Wunden und Hautreizungen. Haltbar ist das Öl bis zur Ernte im nächsten Jahr.

Grüße Deine innere Flamme,
Deine Tirtha

 

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Ich, der Wiesenklee, bringe Dir Glück!

Mutter Erde schenkt uns immer wieder Zeichen, die uns Freude geben und uns zum Glücklichsein ermutigen. Wir kennen sie schon seit unserer Kindheit. Eines davon ist der Wiesenklee.

Warst Du damals auch auf der Suche nach einem vierblättrigen Kleeblatt? Ich weiß nicht, ob ich jemals eines gefunden habe. Aber dafür habe ich für diesen Beitrag etwas anderes gefunden. Das Buch: „The complete book of the flower fairies“ von Cicely Mary Barker. Ein Lied für den Rotklee, für den Weißklee und eine super süße Zeichnung des dazugehörigen Feen-Kindes.

 

The song of the red clover fairyKlee Fee

The Fairy: O, what a great big bee
Has come to visit me!
He’s come to find my honey.
O, what a great big bee!
The Bee: O, what a great big Clover!
I’ll search it well, all over,
And gather all its honey.
O, what a great big Clover!

 

The song of the white clover fairy

I’m little White Clover, kind and clean;
Look at my threefold leaves so green;
Hark to the buzzing of hungry bees:
„Give us your honey, Clover, please!“
Yes, little bees, and welcome, too!
My honey is good, and meant for you!

Der Klee bringt uns Glück und Liebe.

Das Kleeblatt ist tatsächlich das häufigste verwendete Glückssymbol. Sein wunderschöner Anblick verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Himmel und Erde. Wir kennen alle die Heilige Dreifaltigkeit aus dem Christentum: „So wie die Blätter an einer Stelle entspringen und zusammen doch nur ein Blatt sind, so gehen von Gott drei Teile aus, untereinander gleichberechtigt, aber dennoch ein Ganzes bildend.“

In Irland ist der Klee zu einem Wahrzeichen geworden. Am 17. März wird jährlich weltweit der St. Patrick’s Day mit Umzügen von grün gekleideten Iren mit Kleesträußchen gefeiert.

Der Wiesenklee gleicht aus und nährt.

Da er die Gabe hat, den Boden zu verbessern, hat er eine große Bedeutung für die Landwirtschaft. Er ist ein Schmetterlingsblütler und lebt in Symbiose mit luftstickstoffbindenen Bodenbakterien. Und Tiere haben ihn zum Fressen gern – die fleißigen Hummeln und Bienen bestäuben die Kleeblüten unermüdlich.

Der Klee reinigt.

Die Heilkunde schätzt ihn und empfiehlt ihn bei Husten, zur Blutreinigung und ganz besonders bei Frauenleiden in den Wechseljahren.

Junge Blätter des Wiesenklees bereichern in kleinen Mengen Salate. Abgezupfte rote Blüten liebevoll über das Essen gestreut, erfreut das Auge auf jedem Gericht. Nasche mal die roten Blütenköpfchen, und Du weißt warum der Wiesenklee auch als Zuckerbrot, Honigblume oder Herrgottsbrot bekannt ist.

Auch wenn das Kleeblatt ein Zeichen des Glücks ist, das wahre Glücklichsein sitzt tief in unserem Herzen:

 

„Diejenigen, die dem Glück hinterherlaufen,
Werden niemals glücklich sein.
Glücklichsein ist etwas,
Welches von tief Innen
Zum Vorschein kommen muss.“
– Sri Chinmoy –

Ich wünsche Dir viel Glück,
Deine Tirtha

 

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Eine Begegnung mit Susanne Türtscher

Einige Wochen lange freute ich mich schon auf meine Reise in das Großwalsertal in Vorarlberg, Österreich. Endlich war der Zeitpunkt gekommen. Ich packte meine Sachen, brach in den frühen Morgenstunden auf und nutze die Fahrt um mich auf die kommenden wunderbaren Stunden einzustimmen.

Dort angekommen, kam Susanne Türtscher uns mit ihrem liebevollen Lächeln, freudestrahlender Energie und mit 2 kleinen Kräutersammelkörben entgegen. Zu siebt nahmen wir an einer Kräuterwanderung unter ihrer Leitung teil. Beim Zeigen und Erklären der vielen Pflanzen, leuchteten Susanne’s Augen voller Liebe und Weisheit. Ihr ganzheitliches Hintergrundwissen und Ihre tiefen Einblicke in die Pflanzenseelen führten uns in den Bann einer unglaublichen Welt.

Susanne Tuertscher

Am Ende der Wanderung bereitete Susanne uns noch eine Bowle aus den verschiedenen Kräuter- und Blütenauszügen zu. Sie bot uns ofenfrisches Brot an und wir durften von Ihrer selbstgemachten Kräuterbutter und einem frisch zubereiteten veganem Kräuterquark kosten. Welch‘ eine großzügige und herzliche Geste! Danke, liebe Susanne!

Ich durfte noch länger bleiben und es folgten Stunden der inneren Einkehr, tief erfüllenden Gesprächen und ein Eintauchen in Susanne’s Familienwelt.

Die Natur im Großwalsertal birgt einen unendlichen Reichtum. Die Kraft der Berge, die Stille der Bäume, die Freude der Artenvielfalt. Ungezwungener Weise durfte ich für diese Stunden einfach nur SEIN. Ich spürte, lauschte und füllte meine Gefäße mit dieser kraftvollen und tiefen Lebensenergie.

Susanne erzählte mir ein wenig aus Ihrem Leben. Ihr Blütenkranz unzähliger Erfahrungen verleiht Susanne eine unglaublich spirituelle Tiefe. Ihr Wesen leuchtet, Ihr Herz strahlt. Die Morgendämmerung ist Ihre heilige Zeit der Stille und Meditation. Aus dieser Quelle schöpft sie täglich und wird von ihr gelenkt und geführt. Sie lebt ganz nah in Verbindung mit Ihrer inneren Stimme. Welch‘ unglaublicher Segen!

Später durfte ich Susanne noch als Großmutter erleben. Die kleinen Enkelkinder ihrer 5 erwachsene Töchter lieben ihre Großmutter über alles! Kein Wunder, bei einer so einfühlsamen, beschützenden und in sich ruhenden Frau. Es ist so spürbar, wie die Stärke der Natur und die Gnade Gottes segnende Hände über diese besondere Familie hält.

Susanne Türtscher hat schon seit Ihrer Kindheit einen tiefen Zugang zur Natur und zu einer göttlichen Welt in sich. Sie hat Floristik gelernt und ist eine ganz besondere Kräuterpädagogin. Susanne stellt Räucherwerk aus heimischen Kräutern her und ist in Sachen Räuchern eine einfühlsame und tiefgründige Expertin. Ihre größte Aufgabe sieht sie in der Visionssuche. Susanne führt jährlich zahlreiche Sucher durch eine 10-Tages-Reise, um ihr Innerstes zu erkennen und ihr äußeres Wesen zu transformieren. Die zahlreichen Seminare finden in ihrem Seminarhaus „Die Mühle“ und draußen im Freien statt. Susanne wohnt im Biosphärenpark im Großwalsertal und bewirtschaftet dort behutsam mit Ihrer großen Familie Almen und Bergwiesen.

Letztes Jahr hat Susanne ein unglaublich schönes Buch über die Rauhnächte geschrieben. Das Buch erklärt den Zugang zu den Rauhnächten über Kräuter und Sternbilder und erklärt das richtige Räuchern zu dieser Zeit. Du kannst es gerne über uns erwerben.

Dies war schon mein 3. Zusammenkommen mit Susanne. Jedes mal schenkte sie mir eine tiefe Berührung mit mir selbst. Susanne, ich danke Dir dafür.

Wenn Du mal in Vorarlberg bist, dann empfehle ich Dir unbedingt einen Abstecher ins das Große Walsertal zu machen! Die Natur ist bezaubernd.

Und wenn Du Susanne kennenlernen willst, dann besuche doch einfach mal Ihrer Webseite: https://www.susanne-tuertscher.at

Immerzu auf der Suche nach meinem Weg,
Deine Tirtha

Buch v. Susanne Türtscher: Von den 12 Rauhnächten und dem 13. Mond

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Die kleine Fibel zum Pflücken von Kräutern & Heilpflanzen

Beim Pflücken und Sammeln von Kräutern heißt es achtsam zu sein. Mit dieser kleinen Pflückanleitung erfährst Du wie es geht.

Lasst uns die Sommersonnenwende feiern!

Nächsten Sonntag ist es wieder soweit: wir feiern den längsten Tag im Jahr. Dazu lade ich Dich ein, bei Dir zu Hause ein kleines Sommersonnenwende-Fest zu gestalten.

Entzünde morgens, nach dem Aufstehen ein Lichtlein und nehme Dir ein paar Minuten Zeit, um dem Rhythmus der Natur Deine Dankbarkeit anzuerbieten.

Die Kraft der Sonne und der Höhepunkt des Lichtes stehen für unendlichen Reichtum und Fülle. Viele Pflanzen und Bäume schenken uns momentan Ihre wundervolle Blütenpracht, ihre frischen Düfte und energiegeladene Kraft. Das abwechslungsreiche Wetter berührt die Natur Tag für Tag und ist immer bereit für neue Überraschungen und Inspirationen.

Kurz vor der Mittagszeit, wenn der Tau getrocknet ist, ist die beste Zeit Sonnenwende-Kräuter zu sammeln. Die Wärme und das Licht der Sommersonnenwende sind die Energie für diese besonderen Heilpflanzen: Johanniskraut, Holunderblüten, Beifuß, Arnika, Lavendel, Königskerze, Labkraut, Schafgarbe und Kamille. Vielleicht magst Du die nächsten Tage schon mal umherschauen, wo Du einige dieser Kräuter findest. Hier findest Du eine kleine Pflückanleitung.

Aus den sorgsam geernteten Pflanzen bindest Du dann heilkräftige Kräuterbündel oder Kräuterbuschen. Gleich nach dem Binden, hängst Du sie an einem lichtgeschützten Platz zum Trocknen auf. Verräuchert werden diese Kräuter dann im Spätherbst oder Winter, zum Beispiel zu den Rauhnächten. Dazu werden sie dann klein zerrieben.

Mit einigen der gepflückten Blumen und Sommerkräuter kannst Du auch noch Deine Wohnung, Dein Haus oder Deinen Gartentisch schmücken. Es ist auch der perfekte Tag, Dir einen Blumen-Haarkranz aus Gänseblümchen und Butterblumen zu flechten :-) .

SonnwendfeuerDieser Tag, auch Johannistag genannt, wird üblicherweise mit einem Sonnenwendfeuer gefeiert. Dazu kannst Du ein kleines Feuer an einer Feuerstelle oder in einer Feuerschale machen. Sammle kleine Äste und entfache das Feuer. Lasse die Kraft von der Glut und den Flammen auf Dich wirken. Bedanke Dich für Deine Lebenszeit, atme und lebe die Natur. Man sagt, dass der Sprung durch das Sonnenwendfeuer ein Symbol der Reinigung von allem Unheil und von Krankheiten sei.

In getrockneter Form sind alle Kräuter, die ich oben erwähnt habe, auch die Räucherstoffe des heutigen Tages. Wähle Dir ein bis zwei Kräuter aus, mische sie mit Alantwurzel, Benzoe, Myrrhe oder Weihrauch und bereite Dich auf ein kleines Räuchererlebnis vor! Streue die Kräuter auf die Glut deines Feuers oder wenn Du kein Feuer machen kannst, dann räuchere, wie gewohnt Deine Räuchermischung auf einer Kohle.

Und natürlich darf auch ein leichtes Mittsommernachts-Festmahl nicht fehlen! In Schweden z.B. gibt es traditionell junge Kartoffeln, Sahnesoße mit Dill, Knäckebrot und Käse. Und zum Nachtisch Erdbeeren mit Sahne oder eine üppige Erdbeertorte.

So, und jetzt hoffen wir noch auf schönes und vor allem trockenes Wetter. Denn dann können wir jede Sonnenminute dieses speziellen, mystischen Tages genießen und die Magie der lauen Mittsommernacht erleben :-) .

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Dankbarkeit, Kraft, Wärme und Fülle.

Deine Tirtha

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Bildnachweis: Johanniskraut von Stiller Beobachter. Veröffentlicht unter der Creative Commons Namensnennung 2.0 Generic Lizenz.

Von Tautropfen, Himmelswasser und Frauenmantel

Im Sommer glitzern die Wiesen oft im ersten Sonnenlicht: Tautropfen haben sich auf den grünen Gräsern gebildet. Diese kleinen Wasserkügelchen nennt man auch Tauperlen. Eine magische Berührung der Natur.

Wie Tau entsteht und dass man nasse Füße bekommt, wenn man morgens durch das Gras läuft, obwohl es nicht geregnet hat, erzähle ich Dir natürlich nicht, aber was Tautropfen mit Frauenmantel zu tun haben und was Himmelswasser ist erfährst Du gleich.

Zuerst aber noch ein kleines Gedicht, dass mich zu diesem Thema sehr erfreut hat:

Tautropfen

Als der
morgen heute
in seiner sonnigen kühle
mir die tautropfen vorführte
da geschah es
dass er meine seele
zart damit berührte

und ich
begann
mit ihm zu atmen
frei und unbeschwert
denn diese frische schönheit
bekam nun großen wert
in ihrer sanften weise
hat sie mich lieb belehrt

ein tag
liegt mir
erneut zu füssen
mit allen seinen träumen
die mich begleiten
und weich begrüssen
mit düften schmeichelnd mild
unter großen satten bäumen

in der stille
denk ich bei mir
in diesen weiten räumen
so ist bestimmt das paradies
wunderschön wie nun auch dies
da freu ich mich jetzt schon darauf
und hoffe in meinem herzen
man hält mir dort
die tür weit
auf
Autor: Possum

Es gibt eine Pflanze, an der man Tautropfen besonders gut sehen kann. Hast Du Dir die Blätter vom Frauenmantel mal ganz genau angeschaut? Diese unverwechselbaren runden Blätter haben morgens an der äußeren Kante entlang ganz viele Tropfen. Diese Tropfen nennt man Himmelswasser und bringt die Pflanze selbst hervor. Dieses Wasser fließt vom Rand in die Mitte des Blattes und verbindet sich mit dem Tau des Himmels. Es entwickelt so heilende und magische Kräfte.

Frauenmantel mit Morgentau

Zum Räuchern benutzen wir das ganze Kraut in getrockneter Form. Frauenmantel zentriert uns und bringt uns in unsere eigene Mitte. Es verbindet Yin und Yang und legt einen Schutzmantel um uns, der uns in allen Übergängen im Leben begleitet. Weitere tolle Informationen und interessante Rezepte über und mit diesem tollen Kraut findest Du in dem Buch: „Zwölf ungezähmte Pflanzen für’s Leben“.

Im englischen heißt Tau dew – ein wunderschönes Wort. Für mich schwingt in diesem Wort etwas ganz feines und zartes mit.

„May each and every thought of mine
Be as beautiful
As a morning rainbow
And as pure
As the dawn-dew.“
– Sri Chinmoy –

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Morgentau/Morning-Dew-Moment,
Tirtha

 

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Infos:

Löwenzahn – Darf es auch mal bitter sein?

Es ist Sonntag Mittag – Zeit, etwas zu kochen. Ich mache meinen Kühlschrank auf und stelle fest, dass kein Salat mehr da ist. Hab‘ aber doch so Lust auf etwas Frisches. Na gut, ich gehe runter und schaue mich in unserem Garten um. Mein Blick fällt sofort auf eine gelbe Pflanze: Logisch! Löwenzahn! Löwenzahn zusammen mit ein paar Gänseblümchen. Die perfekte Kombi für einen Wildkräutersalat :-).

Irgendwo im Hinterkopf weiß ich, dass der Löwenzahn super gesund ist. Während ich dann so vor meinem leckeren Gartensalat sitze, hole ich noch schnell ein paar Kräuterbücher und lese nach. Spannend, was den Löwenzahn so besonders macht.

Als erstes schon mal ist diese vitamin- und mineralstoffreiche Pflanze ein regionales Superfood. Superfood heißt für mich: ab in den Green Smoothie! Der Löwenzahn hat viele gesunde Bitterstoffe, Vitamin C, Vitamin A und einen hohen Gehalt an Magnesium, Kalium und Phosphor. Eine perfekte Pflanze, die uns hilft, unsere Abwehrkräfte zu steigern.

Traditionell wird er als Heilmittel bei Leberbeschwerden verwendet. Frauen benutzen ihn bei ihren Regelschmerzen, da er krampflösende Eigenschaften hat. Er hat eine blutbildende und blutreinigende Wirkung und verbessert die Eisenaufnahme. Bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung ist das heute ein großes Thema!

Die reife Pflanze nennen wir Pusteblume. Da werden wir doch alle jedes Jahr erneut zu Kindern. Wir pusten die Flugschirmchen in alle Richtungen. Ist das nicht genial? Der Löwenzahn braucht also nur ein bisschen Wind und schon kann er sich von ganz alleine vermehren.

Als Räucherstoff nimmt man die zerkleinerte Wurzel. Die Wurzel gräbt man im Herbst aus und reinigt sie. Dann zerschneidet man sie der Länge nach und fädelt sie auf einen Faden. Die aufgefädelte Wurzel wird jetzt zum Trocknen an einen trockenen, gleichzeitig aber auch luftigen Ort aufgehängt. Der Duft beim Verräuchern ist krautig-herb. Die Wurzel dieser Sonnenpflanze wirkt stärkend und stark schützend. Sie ist ein richtiger Atmosphärenreiniger und duldet keine negativen Energien.

Nach dem Mittagessen spaziere ich noch rüber zum Bach. Ich versuche ein bisschen in die Stille zu Tauchen. Mein Blick geht nach links auf die Wiese am Bachufer. Und siehe da: Die Wiese ist nun ein Beet voller Löwenzahn! Und die Bienen summen nur so herum. Die Blüten scheinen sie magisch anzuziehen. Nektar im Überfluss!! Ach, gesegnet ist doch unser Löwenzahn!!!

Und hier noch 2 ganz einfache kleine, super-schnelle Rezepte für Dich:

Gänseblümchen-Löwenzahn-Salat:

  • eine Handvoll Gänseblümchen-Blüten
  • eine Handvoll Löwenzahn-Blätter
  • Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • etwas Zucker oder Agavensirup
  • angebratene Kürbiskerne

Löwenzahn-Tee:

Einige getrocknete Löwenzahn-Blätter und -Blüten (diese sollen beim Pflücken sehr frisch und gelb sein) mit heißem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.

Da der Löwenzahn wirklich überall wächst, acht darauf, dass Du eine saubere Stelle findest, wo Du ihn pflückst!

 

Weitere Informationen findest Du hier:

 

Das Heilpotenzial des Gänseblümchens

Heute möchte ich Dir gerne meine Lieblingsblume, das Gänseblümchen, vorstellen.

Angefangen hat diese Liebe, als ich noch ganz klein war. Auf einer Wiese mit vielen Gänseblümchen war ich im „Paradies“. Habe Gänseblümchen-Sträuße für die Mama gepflückt, Gänseblümchen-Haarkränze gebastelt und Geschenke mit ihnen verziert.

Was liebe ich an diesem eher einfachen Gänseblümchen-Wesen?

Es ist so klein, fein & zart und doch so stark! Sein so lieblicher, süßer Duft erweckt ganz wunderbare Gefühle in mir. Die Einfachheit, die Bescheidenheit, dieses immerwährende Strahlen welches es zu Tage bringt – das ganze Jahr hindurch.

Und dann hat das Gänseblümchen auch richtig Heilpotiential. Es kann uns helfen, gesund zu bleiben oder gesund zu werden. Junge Blätter und Blüten als Salatbeigabe schenken uns seine Vitamine. Als Tee nimmt man es gegen Erkältungen und bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Es regt zudem auch den Stoffwechsel an. Verarbeitet zu einer Tinktur kann es die Wundheilung fördern. Als Salbe soll es sogar auch bei schuppiger Gesichtshaut und bei Glieder- und rheumatischen Schmerzen helfen. Auf die Psyche hat es eine aufheiternde und stärkende Wirkung.

Besonders gerne habe ich auch folgende wunderbare Kräuterzubereitung nach alter Klostertradition. Auf dieser kurzen Beschreibungsseite findest Du auch ein Gänseblümchen-Mandala und Musik: https://www.seewald-kraeuter.at/product/29/gaensebluemchen

Vor kurzem habe ich ein nettes Märchen von Hans Christian Andersen gefunden: „Das Gänseblümchen“. Du findest es im Internet unter https://maerchen.com/andersen/das-gaensebluemchen.php. Vielleicht hast Du ja Freude, es Dir mal durchzulesen. Das Märchen hat leider kein Happy End, aber der erste Teil ist wunderschön.

Ich wünsche Dir viel Freude bei Deiner Erfahrung mit dem kleinen süßen Blümchen und ein schönes Wochenende!

Deine Tirtha

Schau, was mir eine liebe Freundin, die meine Zuneigung zu dem kleinen Blümchen kennt, vor ein paar Wochen geschickt hat: ein Bild von Ihrem Hund Mogli. Ein richtiger Gänseblümchen-Genießer!

 

Gänseblümchen-Geniesser Mogli

 

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Katzenminze – ein Wunderkraut und seine Wirkung

Eines Tages fiel uns das Kraut „Katzenminze“ in die Hände. Wir wollten sofort herausfinden was es mit diesem Kraut auf sich hat, wofür es gut ist und ob es tatsächlich etwas mit Katzen zu tun hat.

Wir schütteten eine Handvoll Katzenminze in ein Holzschälchen und ließen die Miezi dran schnuppern. Was für eine euphorische Reaktion wir nun miterleben durften siehst Du in diesem Video!

Also, kommt der Name Katzenminze tatsächlich von den Katzen, die zum größten Teil wie magisch von dem minzeartigen Kraut angezogen werden (Scheinbar gilt das nicht für alle Katzen).

Katzenminze in der Heilkunde

In der Heilkunde wird Katzenminze schon seit langer Zeit als Beruhigungstee verwendet. Das Kraut wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entgiftend, aber auch bedingt harntreibend und menstruationsfördernd. Der Tee wird ebenso gegen Bronchitis und zur Anregung des Appetits getrunken.

Interessant ist auch, dass man Katzenminze gegen Ungeziefer anpflanzen kann. Wenn man Katzenminze neben weniger widerstandsfähigen Pflanzen wie Rosen oder Petersilie setzt, schützt sie diese vor Schädlingen wie Blattläuse. Das Kraut enthält natürliche ätherische Öle, die auch Ameisen und Mücken fernhalten. Diese empfinden den Geruch als sehr abstoßend. Leider gilt dies nicht für die lästigen Schnecken. Die bleiben völlig unbeeindruckt.

Katzenminze als Räucherwerk

Wir recherchierten weiter und fanden schnell heraus, dass man Katzenminze auch räuchern kann. Bislang ist Katzenminze ein eher unbekannter Räucherstoff.
Die Wirkung beim Räuchern entspricht der Anwendung in Tees. Das Kraut wirkt entspannend und beruhigend – vor allem bei krampfhafter Anspannung und Ängstlichkeit. Es wirkt ebenfalls schmerzlindernd. Nach der Räucherung fühlt man sich wohl und erfrischt.

Katzenminze eignet sich sehr schön zum sanften Räuchern auf einem Sieb eines Teelichtstövchens. Um ein noch intensiveres Räuchererlebnis zu erhalten, kann man das Kraut auch gut mit Dammar oder Benzoe mischen und gemeinsam verräuchern.

Die spirituelle Bedeutung

Schaut man sich die spirituelle Komponente an, dann steht die Katzenminze für die Stärkung des „ICH’s“ und des Selbstbewusstseins. Es hilft eigene Bedürfnisse von Erwartungen anderer zu unterscheiden und eine gute Beziehung zustande zu bringen.

Katzenminze gilt als weibliches Kraut und wird mit der Kraft des Planeten Venus und des Wassers assoziiert.

Demnach, für uns definitiv ein potentielles Räucherwerk! Mit einen erfrischenden, minzartigen Duft.

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Quellen:
Photo von Rainer Stropek, veröffentlicht unter der CC Creative Commons Lizenz 2.0, unverändert übernommen. https://www.flickr.com/photos/rainerstropek/8750388540